Die Priestband

Das hat man noch nicht erlebt - sieben junge Priester der Gemeinschaft Emmanuel, ein grooviger Sound & eine prickelnde Botschaft! Die Priestband der Gemeinschaft Emmanuel kommt vor allem bei den jungen Leuten an. Zum ersten Mal hat sie beim Weltjugendtag in Köln 2005 für große Begeisterung gesorgt. Mittlerweile ist eine kleine CD erschienen und es gab weitere Auftritte, so z. B. bei einem internationalen Seminaristentreffen mit Papst Benedikt. Wie kam es überhaupt dazu, dass sich die sieben Priester entschieden haben, gemeinsam Musik zu machen? Was sind die Pläne für die Zukunft? Oder was wollen die Priester damit erreichen?

Francis Manoukian, Mitglied der Band, im Interview von Emmanuel-Online:

Francis, du machst mit der International Priestband der Gemeinschaft Emmanuel Musik. Wie viele Priester sind denn in eurer Band und welche Instrumente spielt ihr?

Francis: „Wir sind insgesamt 7 Priester und kommen alle aus verschiedenen Ländern. Ich selbst komme aus Frankreich. Meine Bandkollegen stammen aus den Niederlanden, Deutschland, Polen, Ungarn, Kanada und Brasilien. In unserer Band gibt es alle üblichen Bandinstrumente: Gitarre, Keyboard, Bass und Schlagzeug. Darüber hinaus haben wir auch noch einen Saxophonisten und einen Violinisten.“

Komponiert ihr eure Lieder alle selbst?

Francis: „Ja, fast alle Lieder sind von uns selbst geschrieben. Vor allem zwei Priester komponieren die Musik. Der eine kommt musikalisch aus dem amerikanischen Rock, der andere schreibt eher klassisch-europäisch, so dass unsere Lieder praktisch ein Mix aus beiden Stilrichtungen sind. Auf unseren Konzerten spielen wir aber auch Lobpreislieder aus dem Repertoire der Gemeinschaft Emmanuel.“

Wenn man euch hört, klingt das alles sehr professionell. Habt ihr alle eine musikalische Ausbildung genossen?

Francis: Wir alle haben den Traum einer professionellen Musikerkarriere aufgegeben, um Priester zu werden. Mein Bandkollege aus Brasilien hat zum Beispiel sein Geld früher als Musiker in brasilianischen Lokalen verdient, bevor er seine Berufung zum Priestertum gespürt hat.

Warum habt ihr die Priestband ins Leben gerufen? Was ist eure Motivation, in einer international besetzten Band Musik zu machen?

Francis: „In der Bibel ist der Priester immer der Mittler zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und den Menschen. Hierin sehen wir auch eine große Aufgabe für die Priestband: für die Menschen zu beten und mit ihnen zu beten. Wir wollen aber auch mit der Priestband zeigen, dass Priester Menschen sind. Viele haben ein komplett falsches Bild vom Priester. Nach einem Konzert hat mich einmal ein Mädchen angesprochen und gefragt: „Du leidest doch als Priester, oder?“ Die Leute denken oft, dass Priester alles aufgeben müssen, vor allem ihre Hobbys und Interessen, wie z.B. die Musik. Da irren sie sich: Das Leben als Priester ist ein großes Abenteuer voller Freude. Des Weiteren stehen wir auch als Missionare auf der Bühne, die allen sagen wollen, dass sie von Christus geliebt und gerettet sind.“

Wie kommt diese Botschaft bei den Besuchern eurer Konzerte an?

Francis: „Die Priestband war bisher ein voller Erfolg. Wir haben sehr viel positives Feedback und zahlreiche Einladungen bekommen, irgendwo zu spielen. Ich glaube wirklich, dass Gott mit unserer Musik sehr viel bewirkt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es oft nicht große theologische Reden sind, die das Herz für Gott öffnen, sondern die Musik. Der erste Schritt, den zum Beispiel ein ungläubiger Jugendlicher auf Gott zumacht, ist der, dass er sich von Musik und Liturgie berühren lässt und zulässt, dass Gott in sein Herz eintritt.“

Wie laufen eure Proben ab? Tritt dort ab und an auch Konkurrenz zwischen den einzelnen Musikern auf?

Francis: „Da wir alle in verschiedenen Ländern leben, treffen wir uns erst einige wenige Tage vor einem Konzert zur Probe. Dies ist dann immer sehr intensiv, so dass wir uns gegenseitig schon ein wenig auf die Nerven gehen. Aber Konkurrenz gibt es zwischen uns nicht. Wir sind keine Stars, die geliebt und bewundert werden wollen. Wir spielen nur für Gott und die Menschen, aber nicht für den Applaus. Wir warten auf Gottes Zeichen. Wenn er möchte, dass wir etwas anderes tun, folgen wir ihm natürlich.“

Machst du nur in der Priestband Musik oder auch bei anderen Gelegenheiten?

Francis: „Ich war Priester in der Internationalen Akademie für Musik und Evangelisation (IME) in Altötting und bin auch jetzt so praktisch ständig von Musik umgeben. Was die Stundenten der IME versuchen, ist, die Musik aus dem Gefängnis des Kommerziellen zu befreien und sie für Gott zu machen. Sie haben im Studienjahr 2005/ 2006 ein Musical geschrieben, „Elija“, das wirklich dazu da ist, Gott zu verstehen, über sich selbst nachzudenken und tiefer zu gehen.“

Was habt ihr noch mit der Priestband vor?

Francis: „Wir planen, eine neue CD aufzunehmen und wollen auf dem Weltjugendtag 2008 in Sydney mehrere Aktionen machen.“


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