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Ja!

Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.
Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet.
Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt
und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.
Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

Evangelium vom 4. Adventsonntag, Lukas 1, 39-45

Maria verliert keine Zeit. Ein paar Tage, nachdem ihr die Geburt Jesu von Gabriel verheißen wurde, macht sie sich auf den Weg zu ihrer Verwandten Elisabet, um ihr in ihrer Schwangerschaft beizustehen und sie zu unterstützen. Ist diese doch schon in einem Alter, in dem man normalerweise keine Kinder mehr bekommt.

Was geht in Maria auf dem anstrengenden Weg ins Bergland von Judäa vor? Hat sie sich schon gewöhnt an den Gedanken, dass sie ein Baby erwartet? Und dass dieses Baby "Sohn Gottes" genannt werden wird? Hat sie schon mit Josef gesprochen oder steht ihr diese Aussprache noch bevor? Was haben ihre Eltern zu der überraschenden Neuigkeit gesagt? Wie viel muss in Marias Kopf und Herzen auf diesem Weg vorgegangen sein!
Und dann ist da Elisabet, die selbst ein Wunder am eigenen Leib erlebt. Sie erwartet ein Kind, obwohl sie doch so lange unter ihrer Unfruchtbarkeit gelitten hat.  Elisabet merkt im ersten Moment der Begegnung mit Maria, dass da ein noch größeres Wunder in ihr Haus tritt. "Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?" Welche Freude und Erleichterung muss es für Maria gewesen sein, von Elisabet Bestätigung zu erfahren, dass es wirklich und wahrhaftig die Verheißung Gottes ist, die sich durch sie und in ihr erfüllt.

Welche Gedanken auch immer Maria sich auf ihrem Weg zu Elisabet gemacht hat, sie war getragen durch das "Ja", das sie Gott gegeben hat. Ein "Ja" zum größten Wunder der Geschichte, aber auch zur größten Herausforderung, die Gott einem Menschen anvertraut hat. Maria sagt nicht nur "Ja", sie ist als Person dieses unbedingte, vertrauensvolle "Ja" zu Gott, zum Leben, zu jedem einzelnen Menschen.
Wieviel Gutes und Wunderbares könnte auch durch uns geschehen, wenn wir wie sie ein unbedingtes, vertrauensvolles Ja zu Gott, zum Leben, zum Menschen sagen und sein könnten.

Lassen wir uns von Maria an die Hand nehmen und zur Krippe führen. Sie kann unser zaghaftes, halbherziges Ja, das wir dem Christus-Kind bringen, in ein jubelndes, festes und beständiges wandeln. Vertrauen wir ihr uns an - niemand ist vertrauenswürdiger als die, der Gott seinen einzigen Sohn anvertraut hat.

Datum:
Mi, 16 Dezember 2009, 16:39
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