Unsere Geschichte: von Paris 1972 bis heute
Was 1972 in Paris begann, ist heute eine katholische Gemeinschaft in rund 70 Ländern – getragen von Menschen, die Gottes Nähe erfahren haben und sie weitergeben wollen.
1972
Aufbruch in Paris
Pierre Goursat und die ersten Mitglieder erleben im gemeinsamen Gebet Gottes Nähe neu – daraus wächst eine geistliche Bewegung.
1991
Tod des Gründers
Pierre Goursat stirbt; sein Anliegen tragen die Mitglieder weiter.
1992
Päpstliche Anerkennung
Der Heilige Stuhl erkennt Emmanuel als internationale Vereinigung von Gläubigen an; 2009 folgt die Erhebung zur öffentlichen Vereinigung päpstlichen Rechts.
Heute
In rund 70 Ländern
Ziel bleibt, Gottes Güte, Menschenfreundlichkeit und Barmherzigkeit erfahrbar zu machen.
Emmanuel in Zahlen
Die Mitglieder kommen aus allen Lebensständen, die meisten sind Laien. Dazu gehören 275 Priester, 10 Bischöfe und über 200 geweihte Schwestern und Brüder.
Entstehung
Paris, Anfang der 70er-Jahre
In den Krypten Pariser Kirchen schießen Gebetsgruppen aus dem Boden. Ihre Mitglieder erleben eine außergewöhnliche Nähe Gottes, wie ein neues Pfingsten für die Kirche. Ähnliche charismatische Aufbrüche gibt es zur selben Zeit in Amerika.
Aus dem Gebet wächst Einsatz für Menschen in Not:
Nacht-Bar mit Kapelle
mitten im Rotlichtviertel Pigalle
„SOS Prière“
eine Gebets-Hotline, rund um die Uhr erreichbar
Mittagstisch
für Bedürftige und Obdachlose
Begegnungszentrum
das erste in Paris für Aidskranke
Der Gründer
Pierre Goursat (1925–1991)
Pierre Goursat wuchs im Pariser Künstlermilieu auf und arbeitete jahrzehntelang als Filmkritiker. Ihn bewegte die Frage, wie der Glaube eine Welt neu berühren kann, die sich immer weiter von der Kirche entfernt.
Der Wendepunkt war eine schlichte Erfahrung im gemeinsamen Gebet: Als „armer Typ“ wusste er sich von Gott zutiefst geliebt. Diese Erfahrung wünschte er allen Menschen, besonders den Ärmsten.
Wie Mutter Teresa sprach er vom „Hunger nach Gott“. Die eigentliche Armut Europas sah er darin, dass Menschen sich nicht angenommen und geliebt fühlen. Deshalb suchte er sie mit einem neuen, vorurteilsfreien Blick auf.
Mit den ersten Mitgliedern startete er Initiativen für Jugendliche, Obdachlose, Journalisten, Banker, Medizinstudenten und Arbeiter. Er war tief in der Kirche verwurzelt und zugleich ein Pionier, der die Gräben zwischen Kirche und Welt überwinden wollte.

Als Jugendlicher litt er sehr unter der Trennung seiner Eltern. Den ständig kritisierenden, verurteilenden Blick der Gesellschaft hielt er für Gift für jede Beziehung. Die Welt brauche Christinnen und Christen, die zuerst die Freude über Gottes verzeihende Liebe ausstrahlen.
Vielen galt er als „Antikonservativer“, der unentwegt neue Wege suchte. Neues in der Kirche entstehe nur mit dem Schwung eines freudigen Glaubens, mit Freundschaft zu den Menschen und mit der Bereitschaft, ständig umzudenken.
Mehr auf pierregoursat.com.
Pierre Goursat – ein Kurzporträt
Wer der Gründer war und was ihn antrieb.
Und heute?
Was Pierre Goursat begonnen hat, leben heute Menschen in rund 70 Ländern – auch in Österreich, mitten im Alltag.
